Triathlonspektakel beim Challenge in Roth

TV Sportler auf der Langdistanz unterwegs

Ausdauersportler vom TV in Roth

Jedes Jahr wieder im Juli steigt die Begeisterung der Triathleten aus aller Welt ins schier unermessliche – dann ist nämlich wieder Challenge Triathlon in Roth. Die bekannteste und sicherlich die größte Veranstaltung der Triathlon Szene auf der ganzen Welt fand vergangenes Wochenende eine weitere Fortsetzung. Challenge im Frankenland rund um die kleine Stadt Roth bedeutet Ausnahmezustand. 30 Jahre währt die Geschichte dieser Veranstaltung nun und ist längst zur Legende geworden. Das Wochenende rund um den Triathlonsport ist stets geprägt von intensiven Eindrücken, emotionalen Momenten und sportlicher Höchstleistung. Nicht nur die Profis, die sich in Roth zusammen mit Hobby- und Breitensporttriathleten auf der Strecke tummeln, nein, auch diese Masse an faszinierten Zuschauern und Helfern verleiht permanentes Gänsehautfeeling. Rund um den Triathlon selbst gibt es ein Rahmenprogramm, dass seines gleichen sucht. Ein Highlight jagt das nächste. Bayern3 Party, Triathlon Messe, Nudelparty, ein Frauenlauf mit 2000 Teilnehmerinnen und vieles mehr.

Der Wettkampftag ist ein langer und kräfteraubender. Beginnt er doch um halb 5 Uhr morgens, wenn am Campingplatz, unweit des Schwimmstartes die ersten Sportler aus den Zelten krabbeln. Kurz darauf und spätestens dann steigt auch beim letzten der Adrenalinspiegel an. Man hört Hubschrauber über der Schwimmstrecke kreisen und den Stadionsprecher die Sportler und Zuschauer begrüßen. Am Start der Schwimmstrecke finden sich bereits vor 6 Uhr morgens über 25 000 Zuschauer ein und wenn um 6.30 Uhr der erste Böllerschuss die Profis auf die Strecke schickt, gibt es kein Halten mehr. Nun dreht sich das Triathlonkarusell, das sich bis spät abends nicht mehr aufhört zu drehen und so manche Loopings schlägt.

Insgesamt 3400 Einzelstarter begeben sich auf die Langdistanz, bestehend aus 3,8 km Schwimmen im Rhein-Main-Donau Kanal, 180 km Radfahren und dem abschließenden Marathon über 42 km. Außerdem 600 Staffeln, bestehend aus drei Sportlern. Darunter heuer auch vier Landauer: Tobias Wilde als Einzelstarter, auf seiner Langdistanzprämiere und Dieter Bartl, Markus und Pamela Schobner als Staffeltruppe.
Während unter den Profisportlern jede Sekunde zählt, und sich Medien, Funk und Fernsehen auf die Stars stürzen, laufen im Feld der Hobbytriathleten andere Geschichten ab: vor allem der böige Wind auf der 2. Radrunde verlangte auch von den Landauer Sportlern alles ab. Vollgas treten, bergab und trotzdem nur 20 km/h auf dem Tacho stehen haben – das beflügelt nicht gerade. Dennoch nach dem Schwimmen wurde auch das Radfahren erfolgreich abgeschlossen und der abschließende Marathon konnte gestartet werden. Lange 42 km, bei denen die Gefühle Achterbahn fahren. Aber, wenn die Begeisterung am Streckenrand auch um 5 Uhr nachmittags nicht nachlässt und man als Läufer immer noch angefeuert wird, als wäre man der Gesamtführende, dann vergisst man die Strapazen und wird von der Begeisterung mitgerissen.

Dann der Zieleinlauf, den man sich in all den Monaten der Vorbereitung erträumt hat. Sicherlich nicht selbstverständlich nach so einem langen Tag. Aber auch hier jubeln die Menschenmassen und man darf eintauchen in das Rother Triathlonstadion, ein Hexenkessel aus jubelnden Fans, euphorischen Stadionsprechern und einfach nur grandioser Stimmung. Dankbar und voller Emotionen konnten die Sportler des TV Landau ihre Zieleinläufe genießen. Sowohl Tobias Wilde, als auch die Staffel konnte die Erwartungen erfüllen und freute sich über das erfolgreiche Finish.

Eine wunderbare Veranstaltung, ein Spektakel rund um Roth! Eine logistische Meisterleistung, getragen von 6000 euphorischen Helfern. Ständig hat man das Gefühl, Teil der großen Show zu sein, weil die Rother rund um die Organisatorenfamilie Walchshöfer es schaffen, den Spannungsbogen zwischen Spitzensport und Breitensport ständig aufrecht zu erhalten. Ein ganzer Landkreis ist vollkommen aus dem Häuschen, und scheinbar vom Challenge-Virus unheilbar befallen. Erst spät in der Nacht endet das Spektakel mit einem faszinierenden, musiksynchronen Feuerwerk, welches für die Einzigartigkeit des Challenge Roth steht und die „Triathlon-Festspiele“ beendet.

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