Landauer holen zehn Medaillen im Traditionellen Taekwondo

Petra Spranger zweifache Deutsche Meisterin

Die Medaillengewinner

Am Samstag, den 2. Juli 2016, veranstaltete die Traditionelle-Taekwondo-Vereinigung e.V. in Eggenfelden die Deutschen und Bayrischen Meisterschaften im Traditionellen Taekwondo. Die Taekwondo-Abteilung des TV Landau und des TSV Eichendorf war hier mit 16 qualifizierten Kämpfern stark vertreten und konnte ihre Extra-Klasse vor national etablierter Konkurrenz mit beachtlichen Medaillenerfolgen unter Beweis stellen.
Mit über 220 Teilnehmern stand auf fünf Wettkampfflächen ein umfangreiches Programm in Einzel-, Paar und Synchron-Wettbewerben bevor. Die 33 Wertungsrichter waren genauso gefordert wie die Starter selbst und punkteten stets aufmerksam und fair, insgesamt wurden an diesem Tag knapp 6.000 Einzelwertungen gezeigt. Unter Regie und Turnierleitung von Großmeister Werner Fichtner (7. Dan Taekwondo), Präsident der Traditionellen-Taekwondo-Vereinigung e.V., sorgte das Organisations-Team für einen reibungslosen Ablauf.
In den Wertungsdurchgängen mussten die Kämpfer ihr Können im Formenlauf (Hyong/ Poomse), Einschrittkampf (Ilbo-Taeryon), Selbstverteidigung (Hosinsul) und Bruchtest (Kyek-Pa) unter Beweis stellen. Vier Punktrichter konnten jeweils Wertungen bis zur Bestnote 6,0 abgeben. Nur wer in allen Disziplinen eine hervorragende Leistung an den Tag brachte konnte sich eine Chance auf eine Medaille ausrechnen.
Auf der Deutschen Meisterschaft der Schwarzgurte dominierte Petra Spranger ihre Konkurrenz aus dem Saarland in allen Disziplinen. Souverän sicherte sie sich mit dem ersten Platz den Titel der „Deutschen Meisterin“. Im Paarlauf konnte Petra zudem ihren Titel aus dem Vorjahr zusammen mit Markus Huber aus Eggenfelden verteidigen. Spranger und Huber starteten außerdem mit ihrem Mannschaftskameraden Thomas Obermeier im Synchron-Formen-Wettkampf. Das Team erkämpfte sich hier mit dem Bronze-Rang ebenfalls eine Medaille. Thomas Obermeier holte auch im Einzel den dritten Platz. Sein Bruder Andreas, der im Bruchtest mit einem Doppelsprung drei Fichtenholzbretter – davon zwei aufeinandergelegt zu 6cm – zertrümmert hatte, wurde in einer starken Konkurrenz Deutscher Vizemeister. Andreas konnte sich zusammen mit seinen Teamkollegen Maximilian Baumgartner und Maximilian Holzner aus Eggenfelden auch noch über Silber im Synchron-Formen-Wettkampf freuen.
Die Farbgurtmannschaft des TV Landau und des TSV Eichendorf ging hochmotiviert in der Bayrischen Meisterschaft an den Start. Und die exzellente Trainerarbeit von Großmeister Werner Fichtner und seinem hochkarätigen Danträgerstab der Taekwondo Lehrzentren Südostbayern sollte sich auszahlen, denn ihre Schützlinge erkämpften sich drei Titel, zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Gleich zu Beginn der Wettkämpfe stand die Grüngurt-Mannschaft mit Eva Able, Lena Schmidt und Matthias Kirschner auf der Matte. Die drei jungen Kampfsportler haben sich von Training zu Training gesteigert, viele Sonderschichten eingelegt und die Hinweise ihrer Trainer in die Tat umgesetzt. Dieser Fleiß wurde mit dem Sieg gegen die Mannschaften aus München und Würzburg-Zell belohnt. Angespornt von dieser guten Leistung erkämpfte sich Matthias auch im Einzel den Titel des „Bayrischen Meisters“. Eva konnte im Einzel ebenfalls überzeugen und wurde Zweite. Damit nicht genug, Matthias und Eva gingen auch im Paarlauf zusammen an den Start. Sie schafften hier nochmals mit Silber den Sprung aufs Treppchen und strahlten mit drei Medaillen um den Hals. Bei den Erwachsenen erwartete Ronald Gerstl ein harter Wettkampf mit viel Körpereinsatz, aber Ronald setzte sich klar in jeder Disziplin gegen seine Konkurrenten ums Podest aus München und Günzburg durch. Auch er wurde dafür mit Gold belohnt. Andreas Paul konnte zusammen mit seinen Eggenfeldener Kameradinnen Lena Mödder und Nadja Burkert im Synchron-Formen-Wettkampf diese hervorragende Medaillenausbaute durch Bronze komplettieren.
Die Gemeinschaft der Sportler setzte auch im Sozialen Engagement Zeichen. Für die Opfer der Flutkatastrophe im Landkreis Rottal-Inn wurden 435 € gesammelt, die zugunsten der Bedürftigen gespendet werden. Außerdem informierte Großmeisterin Kelhi Englerth aus Pullach über Stammzellenspende und Typisierungsaktionen zur Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspende.
Bei Interesse in die Kampfkunst Traditionelles Taekwondo einzusteigen besteht jederzeit die Möglichkeit eines kostenlosen und unverbindlichen Probetrainings. Das Training in Landau findet immer donnerstags um 18.00 Uhr (Kinder) und 19.30 Uhr (Jugend und Erwachsene) in der Mittelschulturnhalle statt, in Eichendorf wird dienstags zu den gleichen Uhrzeiten in der Volksschulturnhalle trainiert.

TVL unterstützt Projekt Spendenlauf am Gymnasium

Am 9. Juli 2016 organisiert das P(Projekt)-Seminar Spendenlauf des Gymnasiums Landau bekanntlich einen Spendenlauf für die Kinderkrebshilfe Dingolfing-Landau. Unter dem Motto Miteinander-Füreinander kann man sich dabei zwischen zwei verschiedenen Läufen entscheiden. Die kürzere Strecke startet um 10 Uhr und ist 2 Kilometer lang, und die längere Strecke startet eine Stunde später, um 11 Uhr und geht über 6 km. Die Laufstrecken starten am Gymnasium, führen entsprechend entlang der Isar und führen über den Volksfestplatz wieder zum Gymnasium zurück. Sportlern, die den den Landauer Triathlon schon einmal absolviert haben, dürfte die Strecke sehr bekannt sein. Start und das Ziel beider Läufe ist am Gymnasium. Die Startgebühren für Schüler und Studenten betragen 10 Euro und für Erwachsene 20 Euro. Diese Einnahmen werden an die Kinderkrebshilfe Dingolfing-Landau gespendet.
Die Vorstandschaft des TV Landau begrüßt die Initiative der sportambitionierten Gymnasiasten und ruft nun alle laufbegeisterten Mitglieder auf, sich an diesem Lauf zu beteiligen. Die Laufgruppe und die Lauf10 Truppe wollen sich ebenso dieser guten Sache anschließen. Alle Vereinsmitglieder werden gebeten jeweils im Vereinsoutfit an den Start zu gehen, um als TVLer erkannt zu werden.
Anmeldung ab sofort online auf der Homepage des Spendenlauf – Miteinander – Füreinander oder am Tage selbst ab 8.00 Uhr am Gymnasium.

Radsportler beim Sellaronda Bike Day

Radler trotzten der Kälte und genossen die Dolomiten

Start der Radausfahrt rund um den Sellastock in den Dolomiten

Vergangenes Wochenende verbrachte eine Gruppe von Sportlern des TV Landau ein Wochenende in den Dolomiten. Grund dafür war der Sellaronda Bike Day. An diesem einen Tag pro Jahr – heuer am 19. Juni – stehen alle Dolomitenpässe in Gröden und im Sellagebiet – Sellajoch, Grödnerjoch, Pordoi- und Campolongopass – ausschließlich Radfahrern und Mountainbikern zur Verfügung.
Bereits am Freitag erfolgte die Anreise. Bei einem gemeinsamen Abend im Hotel wurden die Pläne für den Samstag geschmiedet. Eine Wanderung im Gebiet der Cinque Torri, einer Felsformation in den Dolomiten, an der Strecke zwischen Falzaregopass und Cortina d´Ampezzo stand auf dem Programm. Ausgangspunkt war das Freilichtmuseum auf der Passhöhe mit nachgebauten Schützenstellungen, welches an die Kampfhandlungen während des Ersten Weltkriegs unterhalb der Cinque Torri zwischen Österreich und Italien erinnert. Doch leider war die Wanderung – wie auch das restliche Wochenende – geprägt vom durchwachsenen und kalten Wetter, und so entschied sich die Gruppe, die Wanderung nicht allzu weit auszudehnen.
Tags darauf dann, am Sonntag entschlossen sich die Radfahrer und Radfahrerinnen – immerhin 12 an der Zahl - aufgrund der unbeständigen Wettervohersage für einen frühen Start. Die Abfahrt erfolgte direkt vom Hotel, welches unmittelbar an der Strecke lag. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich und dicker Wolkendecke war das Grödnerjoch auf 2121 Meter die erste Etappe der Radgruppe des TVL. Die insgesamt 58 Kilometer lange Asphaltstrecke mit etwa 1800 Höhenmeter über die legendären Dolomitenpässe ist von den Tourismusverbänden und den öffentlichen Verwaltungen der vier ladinischen Täler, Gröden, Alta Badia, Fassa und Arabba stark gefördert. Dieser autofreie Sonntag ist somit für alle Radliebhaber eine willkommene Abwechslung.
Waren die Landauer anfangs vielleicht noch leicht demotiviert aufgrund der dicken, tief hängenden Wolken, so war spätestens die Abfahrt vom Grödnerjoch dann doch der erwartete Augenschmaus: die einzigartige Kulisse der markanten Dolomiten Felsen tat sich auf und ließ die Radlerherzen höher schlagen. Ein wahres Radlfest sollte dieser Sonntag werden, obwohl die Temperaturen alles andere als radtauglich waren. 6 Grad zeigte eine Temperaturanzeige am Fuße des Pordoipasses (mit 2239 Meter die höchste Stelle der Runde). Dennoch sollten 20 000 begeisterte Teilnehmer, auf den Straßen rund um den Sellastock gezählt werden, wie man auf den offiziellen Seiten der Veranstaltung liest.
Um am Sellaronda Bike Day teilnehmen zu können braucht es keine Einschreibung. Das tolle dabei ist, man kann in jedem Tal starten: Alta Badia, Gröden, Fassatal oder Arabba. Ebenso gibt es keine Zeitnahme. Der Tag steht ganz im Zeichen der Volksradfahrer, und so begegneten den Landauer ambitionierte Radfahrern genauso, wie zahlreiche E-Bike Fahrer.
Da die Leistungsstärke der Landauer unterschiedlich war, splittete sich die Gruppe natürlich. Aber kurz nach Mittag waren alle wieder gesund am Hotel zurück. Alle waren glücklich, es ohne einen Regentropfen abzubekommen, geschafft zu haben und waren begeistert von dem einmaligen Erlebnis die Dolomitenpässe ohne Autos erleben zu dürfen.
Man war sich schnell einig, dass der Ausflug sehr gelungen war – und die Teilnahme am Sellaronda Bike Day wahrscheinlich keine einmalige Sache bleibt.

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